
ENTLANG DER GRENZE DES IMPERIUMS
Veranstaltungsnummer F 1
Auf einer unterhaltsamen Führung begleitet Sie ein Geopark-Vor-Ort-Führer zurück in die Zeit, als die römischen Legionen erstmals jenseits der waldreichen Schluchten des Odenwaldes tief in
germanisches Gebiet eindrangen und dort mit meisterhafter Ingenieurskunst und militärischem Geschick jene Grenzlinie errichteten, die auch heute noch, knapp 2000 Jahre später, zu den prägenden
Landschaftsmerkmalen des Raumes zählt.
Sie werden erfahren, wie sich das römische Leben am Limesabschnitt Walldürn gestaltete, wer die namenlosen Soldaten waren, die unter der ständigen Bedrohung durch die Germanen hier ihren Dienst
verrichteten, und wie geschickt sich die römischen Truppen mit den widrigen klimatischen und geologischen Bedingungen an der Grenze von Buntsandstein und Muschelkalk arrangierten.
Ort: Walldürn, Eingang Limeslehrpfad
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 2,50 € / Person

WO EINST DIE RÖMER BADETEN…
Das römische Bad und Kastell von Walldürn
Veranstaltungsnummer F 2
Wenngleich die Römer nicht die ersten Siedler in der Region um Walldürn waren waren sie dennoch die ersten Menschen, die das Landschaftsbild des Madonnenländchens nachhaltig prägten.
Mit gewaltigen Bauten wie dem Limes – von den Bewohnern vergangener Jahrhunderte ob seiner unerklärbaren Ausmaße „Teufelsmauer“ genannt – oder sehenswerten Anlagen wie dem römischen Bad bei Walldürn
legten die Römer den Grundstein für die reiche kulturelle Entwicklung der Region.
In den Räumen eben dieses ehemaligen Kastellbades vor den Toren der Stadt Walldürn werden Sie erfahren, dass die Römer nicht nur die Sauna, sondern auch die Fußbodenheizung bestens kannten und
nutzten. Im Anschluss daran erwartet Sie ein Rundgang über das angrenzende Areal des ehemaligen römischen Kastells „Alteburg“, wo Sie einen unterhaltsamen Einblick in die römische Kultur am Limes,
Roms Grenze zu den „Barbaren“, erhalten werden.
Ort: Walldürn, Römerbad
Dauer: ca. 60 Minuten
Preis: 2,50 € / Person

LEBEN, SPIELEN & ESSEN WIE DIE RÖMER…
Halbtagesangebot für Kindergruppen
Veranstaltungsnummer F 3
Für Schulklassen und Jugendgruppen bieten wir ein lehrreiches und unterhaltsames Halbtagesprogramm zur Römerzeit an, das auch ideal für Kindergeburtstage geeignet ist. Neben Führungen
durch das Walldürner Römerbad und das angrenzende Kastellareal „Alteburg“, in welchen über die Geschichte und Kultur der Römer in der Region berichtet wird, erwartet die Teilnehmer auch ein kleines
römisches Picknick, nach 2000 Jahre alten Rezepten zubereitet, sowie verschiedene römische Spiele.
Ort: Walldürn, Römerbad
Dauer: ca. 3 Stunden
Preis: 5 € / Person

VON WEISSEN FRAUEN, IRRLICHTERN & SCHWARZEN MÄNNERN
Mit dem Nachtwächter durch die sagenhafte Geschichte Walldürns
Veranstaltungsnummer F 4
Wenige andere Regionen verfügen über eine derartig ausgeprägte Sagenlandschaft, wie der Odenwald und Walldürn. Reiseberichte aus dem 19. Jahrhundert schildern, wie sehr der Odenwald noch zu Zeiten
der Aufklärung den Überlieferungen der Vergangenheit verhaftet war. Heute belegen dies nicht nur historische Zeugnisse, wie die so genannten „Neidköpfe“, Fratzen mit unheilabwehrender Funktion an
Fachwerkhäusern, oder Bildstöcke mit Inschriften wie „weichet von uns, böse Geister!“, sondern auch die Vielschichtigkeit der regionalen Sagenwelt.
Gemeinsam mit dem Nachtwächter werden Sie während einer nächtlichen Führung die unheimlichen Orte der verwinkelten Altstadt Walldürns erkunden und die Sagen direkt an Ihren Handlungsorten kennen
lernen. Aber Vorsicht! Womöglich begegnen Sie sogar selbst Sagenfiguren, wie der „Weißen Frau“ oder den Irrlichtern vom Stadtsee…
Ort: Walldürn, Historisches Rathaus
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 2,50 € / Person
VOM HÄI-HUI UND ANDEREN WALDGEISTERN
Waldsagen als Spiegel historischer Wirklichkeit
Veranstaltungsnummer F 5
Schon von jeher war der Wald den Menschen unheimlich. Der Wald war das Fremde, das Unzivilisierte und das Dunkle, das die, geschützt durch die Gemeinschaft der Städte und Dörfer lebenden, Menschen
tagtäglich umgab. Der Wald war der Raum wilder Tiere, von Räubern, gesellschaftlichen Außenseitern jeglicher couleur und dunkleren Wesen, die allein durch den Verstand des vormodernen Menschen nicht
zu erklären waren. Der Wald wurde so zu einem geheimnisumwitterten Kulturraum, der von einem Sammelsurium unterschiedlichster Sagengestalten bevölkert war.
Dies gilt besonders für den Wald in der Walldürner Region, der aufgrund seiner dominierenden wirtschaftlichen Bedeutung traditionell eine allgegenwärtige Rolle in der Alltagskultur der lokalen
Bevölkerung innehatte. In wenigen anderen Gegenden existieren daher mehr Sagen, die sich um den Wald ranken, als im Hinteren Odenwald, wo zudem, bedingt durch die spät einsetzende Industrialisierung,
alte Bräuche und alter Aberglauben besonders lange lebendig waren.
In einer ca. zweistündigen Wanderung durch die Wälder um Walldürn begegnen Sie Gestalten wie dem Häi-Hui, den man des Nachts lieber meiden sollte, oder der Wilden Jagd, die vom Odenwald über die
Stadt Walldürn hereinbricht, und werden die Wahrheit hinter den Sagen sowie den engen Zusammenhang zwischen Natur und Kultur in diesen Erzählungen entdecken und zu deuten lernen.
Ort: Walldürn, Waldparkplatz Alte Amorbacher Straße
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 2,50 € / Person

„WOHER DAS MADONNENLÄNDCHEN SEINEN NAMEN HAT"
Bildstöcke, Mariensäulen & Frömmigkeitskultur
Veranstaltungsnummer F 6
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts führte der Freiburger Schriftsteller Hermann Eris Busse aufgrund der „Heiligenbilder, Plastiken, Steinmetzarbeiten überall“ den poetischen Namen „Madonnenländchen“ für
die idyllische Region zwischen Main, Neckar und Tauber ein. Das Gravitationszentrum dieser einzigartigen, zutiefst religiös geprägten Kulturlandschaft ist die Basilika „Zum Heiligen Blut“ in
Walldürn, wo sich der prachtvolle Alabasteraltar des Zacharias Juncker befindet. Dieser Altar dient als Aufbewahrungsort des „Bluttuches“, der wundersamen Reliquie der Wallfahrt, die jährlich das
Ziel für über 100.000 Pilger aus nah und weit ist.
Doch diese zahlreichen Denkmäler sind nicht nur Zeugnis für die historisch bedingte Religiosität des Madonnenländchens. Hinter jedem Bildstock und hinter jeder Madonnensäule verbirgt sich eine
Geschichte, ein Geheimnis oder ein persönliches Schicksal. Zusammen mit einem UNESCO-Geopark Vor-Ort-Führer werden Sie diese verborgenen Geschehnisse hinter den Denkmälern entdecken.
In einer ca. 1 ½ stündigen Führung durch die Gassen der historischen Altstadt Walldürns tauchen Sie tief in die Geschichte der Stadt und des Madonnenländchens ein und werden hinterher die vielen
Bildstöcke der Region mit anderen Augen sehen.
Ort: Walldürn, vor dem Stadt- & Wallfahrtsmuseum
Dauer: ca. 90 Minuten
Preis: 2,50 € / Person

"DEN WALLDÜRNER WIRTSCHAFTEN AUF DER SPUR"
"Walldürner Wirtschaften einst und jetzt" heißt es in der Wallfahrtsstadt. Wer sich mit dem Walldürner Nachtwächter auf die Spuren der "Dürmer Wördschafde" machen will, kann es bei diesem neuen Angebot des Geopark-Informationszentrums tun. Erfahren werden können Lage und einstige Standorte von über 30 Wirtschaften und Cafés in der Altstadt. Erzählt werden historische und selbst erlebte Geschichten und Anekdoten. Zu erfahren ist etwas über die Anfänge der Dürmer Faschenaachd und die berühmten Kappenabende, denn in den zahlreichen Wirtschaften war an den tollen Tagen allerhand geboten. Am Schluss der ca. zweistündigen Wanderung gibt es in einem urigen Gewölbekeller einen zünftigen Nachtwächtertrunk.
Maximalteilnehmerzahl 25 Personen.
Ort: Walldürn, am Schlossplatz
Dauer: ca. 120 Minuten
Preis: 5,00 € / Person einschl. Nachtwächtertrunk
Führungen in Walldürn-Gottersdorf

KARTOFFEL, MOST UND BIRNENSCHNAPS…
Traditionelle dörfliche Esskultur & Landwirtschaft
Veranstaltungsnummer F 10
Lange vor der Erfindung von Kühlschrank, Supermarkt und Mikrowelle stand die Esskultur eines Dorfes in unmittelbarem Zusammenhang mit den klimatischen, geologischen und naturräumlichen Faktoren in
der Umgebung des Dorfes. Auch der Jahreslauf mit seinen festen Terminen, Bräuchen und Feiern übte einen nicht unbeträchtlichen Einfluss auf die Ernährungssituation in einem Ort aus.
An Orten wie dem alten Amorbacher Fischweiher, der Küferei Link oder der Brennerei Schieser lernen Sie verschiedene Aspekte der traditionellen dörflichen Esskultur und Lebensmittelproduktion auf
anekdotenreiche und lebendige Weise kennen.
Ort: Gottersdorf, Eingang Freilandmuseum
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 2,50 € / Person

WEIT MEHR ALS KRAUT UND RÜBEN…
Bauerngärten als Vorratskammer & Hausapotheke
Veranstaltungsnummer F 11
Bis vor wenigen Jahren war es für einen Bauern undenkbar, Obst, Gemüse oder gar Blumen für den Eigenbedarf kaufen zu müssen. Der Bauer versorgte sich weitgehend selbst und legte in der Regel direkt
an seinem Haus einen kleinen Garten an. Der Bauerngarten hatte dabei sowohl die Funktion einer Apotheke, wie auch einer Vorratskammer.
Gemeinsam mit der Geopark Vorort Führerin Sabine Hohlfeld besichtigen Sie mehrere Bauerngärten im Odenwälder Freilandmuseum und erfahren dabei das Wichtigste über deren Form und Funktion sowie die
Anwendungsweisen und Verwendungszwecke der Pflanzen und Kräuter in den Gärten.
Treffpunkt: Gottersdorf, Bauerngarten des FLM
Dauer: ca. 60 Minuten
Preis: 2,50 € / Person (von April bis September)

KULTURHISTORISCHES AUS RIPPBERG UND UMGEBUNG
Wanderung durch das Eiderbachtal zum historischen Ortskern
Veranstaltungsnummer F 18
Durch das idyllische Eiderbachtal führt die Teilnehmer eine kulturgeschichtliche interessante Route in den historischen Ortskern von Rippberg...
Bei einer zweistündigen Nachmittagswanderung, starten die Teilnehmer beim ehemaligen "Ponyhof" an der Linkenmühle und spazieren durch das idyllische Eiderbachtal nach Rippberg.
Unterwegs gibt es einiges zu berichten über die Geschichte des Marsbachtales und des Ortes Rippberg. Was es mit den Rippberger "Meerfräulein" auf sich hat, wird dabei ebenso geklärt, wie die Frage,
was aus dem Rippberger Wasserschloss geworden ist.
Dauer: ca. 120 Minuten
Preis: 2,50 € pro Teilnehmer

MITTELALTERLICHE FRESKEN UND DIE ÄLTESTE ORGEL BADENS
Das kunstgeschichtliche Kleinod "Bergkirche"
Veranstaltungsnummer F 19
Inmitten des Odenwaldortes Rippberg wartet ein heimliches kunstgeschichtliches Kleinod darauf, entdeckt zu werden....
Die wechselvolle Geschichte der "Bergkirche" von Rippberg lässt sich mindestens bis ins Jahr 1424 zurückverfolgen. Zu dieser Zeit ist in archivalischen Dokumenten zum ersten Mal eine Kapelle "Sankt
Sebastian" urkundlich bezeugt. Spätgotisches Maßwerk im Bereich des Chores deutet darauf hin, dass Teile dieses ersten Baues integriert wurden, als das Geschlecht der Echter von Mespelbrunn gegen
Ende des 16. Jahrhunderts den heutigen Bau errichten und 1605 vom Würzburger Bischof konsekrieren ließen. Die Geschichte dieses Baus ist geprägt von konfessionellen Auseinandersetzungen während der
Zeit der Reformation und Gegenreformation. Als geistiges Zentrum des Ortes Rippberg, diente die Kirche in diesem Zusammenhang auch als konfessionspolitisches Statement.
Beeindruckend ist die Ausstattung der Bergkirche. Neben bedeutenden Fresken aus der Zeit um 1360 und einem manieristischen Grabdenkmal des Adelsgeschlechtes der Rüdt von Bödigheim, zählt vor allem
die Orgel zu den Highlights des Kircheninnenraumes. 1683 vom Würzburger Orgelbauer Nikolaus Will gebaut, ist der Orgelprospekt in der Rippberger Bergkirche mit einem Alter von 324 Jahren der älteste
im Original erhaltene in ganz Baden! Warum das altehrwürdige Stück nicht mehr im Betrieb ist, erfahren Sie im Rahmen der Führung.
Dauer: ca. 60 Minuten
Preis: 2,50 € pro Teilnehmer
Geopark Bergstraße-Odenwald Informationszentrum Walldürn
